Rückblick und Neuanfang unter junger Leitung
Nach 22 Jahren Singfreude unter der Leitung unseres
verstorbenen Gründungsdirigenten Ansgar Kreutz haben
wir mit Julian
Robin Müller einen Neuanfang gewagt. Im Laufe des letzten Jahres zog es ihn während
seines
Masterstudiums an der HfM Detmold nach Warendorf. Seither bringt Julian mit genauer Klangvorstellung und
frischem Wind die
Freude am gemeinsamen Singen zurück.
Wir erarbeiten seither einmal im Monat freitagabends und samstags unser aktuelles Programm.
Eine erste Kostprobe unserer
Chorarbeit haben wir am 10. Januar 2026 bei der Mitgestaltung der
Abendmesse in
St. Laurentius gegeben mit Mårten Janssons Pie Jesu,
Arvo Pärts Bogoroditse Djevo sowie traditionellen Werken
von Charles Wood und Heinrich Schütz.
Nun freuen wir uns auf das erste gemeinsame Konzert in neuer Besetzung:
Konzert in St. Marien in
Warendorf
19. Juli 2026, 18.00 Uhr
Wir gestalten nun das erste Konzert unter Julians Leitung mit
außergewöhnlich
klangmalerischen Naturgesängen
von Antonín Dvorák, Fanny Hensel.
Antonín Dvorák
(1841 – 1904)
wandert
In der Natur
Op. 63 durch lyrische Landschaften des tschechischen
Lyrikers Vitêslav Hálek. Allgegenwärtig schwirrt die leichte Freude des anbrechenden Frühlings.
Sanfte Melodien
führen durch den abendlich verklingenden Wald, Abendglocken läuten und erfüllen die Landschaft ruhevoll mit
Vorfreude
auf den nächsten Tagesanbruch.
Allmählich
kündigt sich der Sommer an durch wogende Kornfelder
und duftende Blumen, die zum Singen verleiten. Schon naht der Mai – eine prächtige Birke wird aufgestellt
und
das Leben gefeiert. Erde und Himmel sind erfüllt von Glanz und lauen
Lüften. „Heut liegt das große Buch der
Lieder geöffnet auf dem
Weltaltar, heut kundet alles Glück, und Frieden und preist das Hohe, Schöne, Wahre.
[…] Zum großen Kelch ward Erd und Himmel, draus, was da lebt, soll Wonne trinken.“
Die bisher leider unterrepräsentierte Komponistin
Fanny Hensel
(1805 – 1847)
–
gleichsam
ausgebildete
Schwester Felix Mendelssohns – komponierte allein beinahe 300 Lieder. Darunter finden sich auch ihre
Gartenlieder
Op. 3, in denen sie romantische Gedichte Eichendorffs, Uhlands, Geibels und jenes ihres Gatten,
Wilhelm Hensel, vertont. Der nächtliche Wald führt an einen mondbeschienenen Fluss und verspricht
nixenhafte
Klänge alter Lieder, die nur dort in seiner stille Gegenwart Gehör finden.
Zwischen
Ruinen und Myrtenbäumen,
erscheinen Träume und funkelnde Sterne. Bald
schon wird diesem Einklang sehnsüchtig nachgeblickt im Eindruck
der herbstlich fahl werdenden
Natur. Noch wird der freudig erwartet, das Weichen der Nachtschatten und die
neu erwachte prächtige Natur. Dieser anbrechende, goldene Tag
ist noch in Bewegung, ein Rauschen geht durch
den Wald und als letztendlich die Sterne erscheinen, legt sich abendliche Ruhe
über das Land.
Ein fröhlicher Waldspaziergang beschließt die Gartenlieder,
auf dem euphorischer Gesang aus voller Brust vom
Rauschen der Blätter verstärkt und getragen wird:
„Da fühlt die Brust am eignen Klang, sie darf sich was erkühnen“.
Kontakt:
julianrobinmueller@web.de
- +4915785143523 - Wall 12, 32756 Detmold
Julian Robin Müller (*2001)
begann seine Ausbildung an Klavier und Stimme auf dem
Landesmusikgymnasium
in Montabaur. Dort wurde er mehrmals durch den Europäischen Wettbewerb
sowie durch ein Praktikum im
Deutschen Bundestag 2018 ausgezeichnet.Er studierte zunächst Physik an
der Universität Heidelberg als
Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und ergänzte dies ab
2021 durch ein Dirigierstudium
an der HfMdK Mannheim bei Frieder Bernius und Tristan Meister.
Anschließend nahm er sein Masterstudium
in Dirigieren bei Anne Kohler in Detmold aus und setzte dabei seine
Förderung durch die Studienstiftung
fort. Von 2022 bis 2024 war Julian als Dirigierassistent der Universität
Heidelberg tätig und singt seit 2023
im Kammerchor Stuttgart.2024 übernahm er die Leitung des Wormser
Kammerensembles, im darauffolgenden
Jahr die des Westfälischen Kammerchors Warendorf und war seither unter
anderem für Einstudierung der
Akademischen Philharmonie Heidelberg, der Musikakademie der
Studienstiftung des deutschen Volkes sowie
des Landesjugend Chors Rheinland-Pfalz verantwortlich. Seit 2025 folgt
er Einladungen zu internationalen
Dirigierwettbewerben – zuletzt nach Plowdiw (Bulgarien), wo er beim
Chetinyan-Dirigierwettbewerb den
2. Preis gewann.
Wichtige künstlerische Impulse
erhielt er bei Kursen von Wolfgang Schäfer, Frieder Bernius, Georg Grün
und Yuval Weinberg. In diesem Zusammenhang durfte er unter anderem mit
dem Kurpfälzischen Kammer-
orchester, Les Favorites, dem Pfalzbauorchester Kaiserslautern, der
Mannheimer Kammerphilharmonie,
dem Lund Academic Choir, den Vokalwerken Saar und Hannover sowie dem
Kammerchor Vox Quadrata arbeiten.
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Der Westfälische Kammerchor begann nach längerer Pauseim Oktober 2025 wieder mit der Probenarbeit.
Zum Neueinstieg in
diesem
Jahr sind aktive, neue und ehemalige Sängerinnen und Sänger
herzlich
willkommen.
Der Chor probt in der Regel einmal monatlich an
Wochendterminen
freitagabends und samstags
momentan im Haus der Vereine in
Freckenhorst.
Probenzeiten sind normalerweise freitags von 19.00
bis 22.00 Uhr und
samstags von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr.
Zum
gegenseitigen Kennenlernen und
persönlichem Austausch bietet
die Probe am Samstag immer
genügend Raum,
die Verpflegung geschieht über ein Mitbringbuffet.
Interessierte sind zum
Hineinschnuppern in die Chorarbeit ausdrücklich ganz herzlich
willkommen.
Es wird um Voranmeldung über E-Mail
7gerdi@gmx.de oder
telefonisch 0171-3126293 recht herzlich gebeten.
Unsere Termine in 2026
11. und 12. September
16. Oktober
30. und 31. Oktober
13. und 14. November
11. und 12. Dezember
Die Mitglieder des Chores sind enthusiastische Chormusikfreunde
und kommen nicht nur aus Warendorf,
sondern aus dem ganzen westfälischen
Raum. Vielleicht haben auch Sie Spaß daran, wie wir und mit uns zu
singen.
Weitere Informationen auch auf der facebookseite
https://www.facebook.com/Westfälischer-Kammerchor-Warendorf-1630254067291604/?fref=ts